Lussekatter

Eigentlich sind diese leckeren Hefeteigschnecken ja ein Weihnachtsgebäck. Aber ich bin so vernarrt in sie, dass ich sie das ganze Jahr über essen könnte. Einmal im Jahr, kurz vor Weihnachten, lege ich mit Lena, meiner Schwiegermama, einen Großbacktag ein. Wir verdoppeln das Rezept und frieren so viele Lussekatter ein, dass sie, wenn man ein bisschen sparsam ist, bis Februar reichen. Für mich ist das der Höhepunkt des Tages: was auch immer ich tue, gegen Nachmittag nehme ich mir ein halbes Stündchen Zeit, koche einen starken, schwedischen Kaffee und lege ein (oder an ganz verfressenen Tagen auch zwei) Lussekatter in den Ofen. So ein lauwarmes Hefe-S ist für mich der Inbegriff schwedischer Gemütlichkeit und kann, wenn nötig, aus einem richtig doofen einen richtig guten Tag machen. Heute habe ich den letzten verspeist, jetzt gibt es bis Dezember keine mehr. Trotzdem für alle, die sie zuhause nachbacken wollen, hier das Rezept für 50 (!) Lussekatter (die sollten ein Weilchen reichen…):

Zutaten:

50g Hefe für süßen Teig

150g Butter oder Margarine

5dl Milch

250g Quark oder 1 Ei

1g Safran

1,5 – 3dl ZUcker

1/2TL Salz

ca. 17dl Weizenmehl

1 Ei zum Bepinseln

Rosinen zum Garnieren

Zubereitung:

1. Die Hefe in einen Topf krümeln.

2. Butter oder Margarine in einem Topf schmelzen. Die Milch dazugeben, umrühren und auf 37°C (lauwarm) erwärmen.

3. Einen Teil der Milch mit der geschmolzenen Butter oder Margarine über die Hefe gießen und umrühren, bis diese sich aufgelöst hat.

4. Den Rest der Flüssigkeit, den Quark, Safran, Zucker und Salz dazugeben. Den größten Teil des Mehls hinzugeben und mit dem Mixer zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten, der sich leicht vom Topfrand lösen lässt. Mit einem Tuch abdecken und 30 min. gehen lassen.

5. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und kneten, bis er glatt und glänzend ist. In 5 Teile teilen. Aus jedem Teil 10 Teile machen und mit den Händen zu einer ca. 20cm langen Rolle ausrollen. Zu einem S formen und ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Rosinen ordentlich festdrücken. Unter einem Backtuch zu doppelter Größe gehen lassen (ca. 20-30 Min.)

6. Mit einem gequirlten Ei bepinseln.

7. In der Mitte des Ofens bei 225°C ca. 8 Minuten backen.

8. Unter einem Tuch abkühlen lassen. Einfrieren oder in einer Plastiktüte aufbewahren, damit sie nicht austrocknen.

Smaklig måltid – guten Appetit!

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10 thoughts on “Lussekatter

    • Oh wie schön!
      Das Rezept mit Cranberries und Mandeln kannte ich noch nicht – ist zwar nicht typisch schwedisch, aber bestimmt sehr lecker :-)
      Viel Spaß beim Backen und natürlich beim Naschen und liebe Grüße zurück!

  1. Pingback: Lussekatter | Lussekatts Blogg

  2. Was sehe ich da? QUARK? Wo kriegst Du den denn her hier in Schweden? Und wie können 250 g Quark einem Ei entsprechen? Ein Ei wiegt doch höchstens 100 bis 120 g? Bitte um Aufklärung, ich will nämlich diese Woche auch zum ersten Mal Lussekatter machen, immer Kardemummabullar sind ja langweilig (allerdings lecker).

    • Quark gibt es in jedem Supermarkt. Er heißt Kvarg (bei Lidl) oder Kesella (von Arla). Steht im Kühlregal zwischen Hüttenkäse und Creme Fraiche. Mit Quark wird die Konsistenz fluffiger und leichter, mit Ei etwas kompakter. Ich bevorzuge die Quark-Variante. Viel Spaß beim Backen!

      • Ah, okay. Gut zu wissen. Mir wurde mal Queso in die Hand gedrückt, als ich nach Quark gefragt habe, das war aber Hüttenkäse und Joakim war sich auch nicht sicher, was dem deutschen Quark entspricht und dann hab ich nicht weiter geforscht…

  3. So! Alle Zutaten da. Heute geht’s los, zur Feier des Tages, meine kleine Stieftochter darf zum ersten Mal zu uns (Unglaublich! Also, dass ich das noch erleben darf und dass es so lange gedauert hat gleichermaßen). Was ich noch fragen wollte: Backst Du die in mehreren Runden? 50 passen ja nicht auf ein einziges Blech. Meiner Erfahrung mit Kardemummabullar nach, gelingen die am besten, wenn man immer ein Blech in die Mitte unseres (leider miesen Ikea-)Ofens schiebt. In anderen Öfen kann man sicher auch mehrere gleichzeitig machen. Vielleicht backe ich zum Üben aber auch einfach erst mal nur die Hälfte…

    • Ja, ich backe in mehreren Umgängen. Die dauern ja nur ein paar Minuten bis sie fertig sind, das geht also trotzdem recht fix! Viel Spaß und guten Appetit!

      • Hat alles geklappt, hab allerdings nur die Hälfte gemacht und die schmecken ja hunderttausend Mal besser als die gekauften (zumindest die, die ich bisher probiert habe). Ich hab jetzt erst mal die Quarkversion probiert und bleibe da vermutlich auch bei, die sind ja wirklich köstlich. Danke fürs Teilen des Rezeptes! :)

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